Bauen und Restaurieren
Wir bauen nicht nur Kopien historischer Instrumente, wir haben uns auch einen Namen gemacht für unsere verantwortungsbewußte Restaurierung wertvollster Originalinstrumente.
Ich habe während meines Archäologiestudiums nicht nur das Restaurieren selbst, sondern auch das rechte Maß für die Sanierung und Erhaltung von Altertümern gelernt:
Was wir bei der Auswahl der historischen Originalinstrumente für unsere Kopien stets beachten:
Das Vorbild:
- muß das beste oder ein bestmögliches Instrument aus der entsprechenden Zeitperiode sein
- muß einen typischen Klang seiner Zeit verkörpern
- muß gut spielbar sein – ohne komplizierte Hilfsgriffe
- muß in allen Lagen frei ansprechen
- muß stimmende Oktaven und andere Intervallsprünge haben
Denn viele, auch mit bekannten Namen versehene Instrumente der vergangenen Jahrhunderte, sind es nicht wert, kopiert zu werden!
Bei uns werden die Hölzer verwendet, die bei den Originalen üblich waren, besonders Bergahorn und echter Buchs (buxus sempervirens); bei späteren Instrumenten auch tropische Hölzer.
Wir fertigen die historischen Kopien, Stück für Stück, von Hand in den traditionellen Techniken.
Die Holzbehandlung entspricht den Gepflogenheiten der betreffenden Zeit.
Bei einigen Originalinstrumenten, besonders bei Fagotten der Klassik/Romantik und bei einigen Oboen können wir die Bohrungen mit den Originalwerkzeugen bearbeiten.
Die Pflege der Instrumente
Historische Instrumente haben keine ausgefütterten Bohrungen. Sie müssen nach einiger Zeit nachgebohrt werden – das kann nach einigen Monaten oder auch erst nach ein oder zwei Jahren nötig sein. Wenn sich die Intonation und besonders die Ansprache in der Höhe verändert, sind sie "reif" für eine Nacharbeit der Bohrung.
Die Bohrungen sollten gelegentlich (1-2 mal pro Jahr) geölt werden. Benutzen Sie dafür nur ein trocknendes Öl, z.B. kaltgepresstes Leinöl. (Von den trocknenden Ölen sind bei uns hauptsächlich Leinöl, Hanföl und Distelöl bekannt, Chinesisches Tung-Öl sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen unbedingt meiden!).
Sie können dieses Leinöl etwas verdünnen (z.B. mit Balsamterpentin), aber das muß nicht sein. Vorsicht! Kein Öl auf die Polster bringen – sie verhärten! Lassen Sie sich keinesfalls andere Öle (Mandelöl etc.) einreden – sie schädigen auf die Dauer Ihr Instrument erheblich!
Lassen Sie die Instrumente nicht in unbelüfteten Behältnissen - Schimmel bildet sich sehr schnell und zerstört das Holz.
Tipp:
Reiben Sie mit einem Tuch, auf dem sich nur ein Hauch Leinöl befindet auch die Oberfläche Ihres Instruments ab - es bekommt im Laufe der Zeit einen wundervollen Schimmer.








